Anhang 1 – Aktivierungsprogramm A2-B1
Anhang 1 – Aktivierungsprogramm A2-B1

Anhang 1 – Aktivierungsprogramm A2-B1

Aktivierungsprogramm – Vom passiven zum aktiven Wortschatz (A2–B1)

Tag

Ziel

Aktivität

Material / Beispiel

Tipp für Lernende

Tag 1 – Sichtbar machen & auswählen

Den eigenen passiven Wortschatz erkennen

1️⃣ Wähle 12–15 Wörter, die du verstehst, aber selten sagst.2️⃣ Schreibe zu jedem Wort: Wortart, Bedeutung, einen Beispielsatz.

Beispiel: entscheiden – Verb – „Ich kann mich nicht entscheiden.“

„Diese Wörter sind meine Zielwörter der Woche.“

Tag 2 – Persönliche Verbindung herstellen

Wörter emotional verankern

Schreibe 8–10 Sätze über ein persönliches Erlebnis, bei dem du mindestens 6 Zielwörter verwendest. → Thema frei wählbar (Reisen, Arbeit, Freizeit).

Beispiel: „Ich war nervös, aber auch neugierig, als ich …“

„Je persönlicher, desto leichter merkst du dir das Wort.“

Tag 3 – Kontext und Variation

Wörter in neuen Situationen einsetzen

Verwende deine Zielwörter in anderen Kontexten oder Zeitformen. → Erzähl das Gleiche in der Vergangenheit, in der Zukunft oder als Ratschlag.

Beispiel: „Gestern habe ich beschlossen…“ / „Morgen werde ich entscheiden…“

„Ein Wort ist aktiv, wenn du es in mehreren Formen benutzen kannst.“

Tag 4 – Mündliche Aktivierung

Spontane Anwendung trainieren

Ziehe 3 Wörter und sprich 2 Minuten spontan über ein Thema, in dem du sie sinnvoll nutzt. → In Partnerarbeit oder als Audioaufnahme.

Karten mit Wörtern oder Themen.

„Sprich frei! Fehler sind erlaubt – Hauptsache, das Wort ist da.“

Tag 5 – Sprachvernetzung und Nuancen

Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Sprachen erkennen

Finde für 8 deiner Wörter die Entsprechungen in zwei anderen Sprachen, die du kennst. → Notiere: gleich, ähnlich, falscher Freund, andere Konnotation.

Beispiel: aktuell / actual / atuale → verschiedene Bedeutungen!

„Nutze alle deine Sprachen als Brücke – nicht als Barriere.“

Tag 6 – Kreative Produktion

Wörter im freien Ausdruck verankern

Verfasse eine Mini-Geschichte, einen Dialog oder einen Blogeintrag mit allen Zielwörtern. Optional: Gestalte einen kurzen Podcast oder Comic.

Beispiel: „Ein Tag, an dem alles schiefging, der aber trotzdem gut wurde.“

„Kreativität = tiefes Lernen.“

Tag 7 – Konsolidierung & Selbstreflexion

Den eigenen Fortschritt bewusst machen

Wiederhole mündlich oder schriftlich deine Zielwörter. Erzähle spontan über dein Wochenende oder eine Erfahrung – mit mindestens 8 Zielwörtern. Anschließend: Reflexion im Lerntagebuch.

Reflexionsfragen: „Welche Wörter benutze ich jetzt automatisch?“ „Was hat mir geholfen?“

„Nur Wörter, die du benutzt, gehören wirklich dir.“